Umweltthemen
Mehr Menschen und Güter auf der Schiene sind ein wichtiger Hebel, um die deutschen und europäischen Klimaschutzziele erreichen zu können. Schließlich gehört der elektrifizierte Eisenbahnverkehr schon heute zu den klimafreundlichsten Verkehrsträgern. Diesen Wettbewerbsvorteil will der DB-Konzern weiter ausbauen. Darum setzt der DB-Konzern zahlreiche Maßnahmen um und legt dabei den Fokus auf Klimaschutz und Klimaresilienz.
Als Betreiber kritischer Infrastruktur und als Flächenorganisation ist der DB-Konzern von aktuellen und zukünftigen Folgen des Klimawandels stark betroffen. Darum bereiten wir uns auf eine höhere Grundbelastung und zunehmende Extremwetterereignisse vor und entwickeln unser Klimaresilienzmanagement strategisch wie operativ weiter.
Der DB-Konzern will seine Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bis 2040 auf Net-Zero reduzieren. Der Umsetzungsplan dafür wurde durch die renommierte und unabhängige Science Based Target initiative (SBTi) bestätigt. Bei seiner Dekarbonisierungsstrategie hält sich der DB-Konzern an den wissenschaftsbasierten Net-Zero-Standard der SBTi und folgt damit einem 1,5-Grad-Pfad.Der DB-Konzern steuert die Dekarbonisierung mit geschäftsfeldspezifischen Reduktionspfaden basierend auf absoluten Treibhausgasemissionen. Auf seinem Weg zu Net-Zero-Emissionen gemäß SBTi wurden vier konkrete Hebel definiert:
- Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien
- Dieselausstieg und Elektrifizierung
- Effiziente Energienutzung
- Emissionsreduzierte Baustoffe
Der DB-Konzern will in den kommenden Jahren verstärkt in die Modernisierung seiner Schieneninfrastruktur investieren. Durch die sehr umfangreichen Bauaktivitäten besteht daher ein sehr hoher Ressourcenbedarf – etwa nach Betonschwellen, Gleisschotter und Schienenstahl. Dies hat Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen in der Lieferkette, die wir im Rahmen unseres Net-Zero-Ziels adressieren. Eine Maßnahme hier ist der Einsatz emissionsreduzierter Baustoffe.
Nach der Betriebssicherheit hat der Schutz von Umwelt und Natur einen hohen Stellenwert für uns – von der Planung über den Bau bis hin zu Betrieb und Instandhaltung der Infrastruktur. So arbeiten wir unter anderem an einer besseren Vereinbarkeit von bahnbetrieblichen Erfordernissen und Naturschutz.
Um dem Verlust von Biodiversität und Ökosystemen entgegenzuwirken, handeln wir dabei nach dem Prinzip der Mitigationshierarchie: Zunächst sind negative Auswirkungen auf die Natur so weit wie möglich zu vermeiden. Wo Eingriffe mit Blick auf Betrieb und Betriebssicherheit unvermeidbar sind, werden Maßnahmen zur Minderung dieser Auswirkungen ergriffen. Verbleibende Beeinträchtigungen werden durch geeignete Ausgleichsmaßnahmen kompensiert – etwa durch die Schaffung naturschutzrechtlich anerkannter Ausgleichs- und Ersatzflächen.
Der Transport von Gütern und Reisenden auf der Schiene funktioniert nicht geräuschlos. Um den Lärm zu reduzieren und damit die Akzeptanz des Schienenverkehrs zu steigern, arbeitet der DB-Konzern gemeinsam mit dem Bund daran, die Menschen vor Ort zu entlasten.