(Berlin, 27.03.2026) Der Deutsche Bahn Konzern (DB-Konzern) hat 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 % auf rund 27 Mrd. € gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) hat sich um 630 Mio. € auf 297 Mio. € verbessert. Unter dem Strich blieb das Jahresergebnis nach Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen mit −2,3 Mrd. € aber deutlich negativ. Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Verkauf von DB Schenker erzielte der DB-Konzern einen Jahresüberschuss von 5,3 Mrd. €.
Vor allem zwei Sondereffekte haben 2025 die Ergebnisentwicklung des DB-Konzerns beeinflusst. Der Jahresüberschuss (5,3 Mrd. €) resultierte maßgeblich aus positiven Effekten im Zusammenhang mit dem Verkauf von DB Schenker. Die fortgeführten Geschäftsbereiche verzeichneten hingegen einen Jahresfehlbetrag (-2,3 Mrd. €), der unter anderem aus einer Abschreibung in Höhe von rund 1,4 Mrd. € infolge einer Wertminderung insbesondere bei DB Fernverkehr resultierte. Hauptgrund für die Wertminderung sind veränderte Infrastruktur- und Marktbedingungen, vor allem die länger anhaltenden Korridorsanierungen und die deutlich verzögerte Verbesserung der Pünktlichkeit. In der Folge wird die Entwicklung von DB Fernverkehr länger belastet, als erwartet.
Alle Geschäftsfelder mit Ausnahme von DB Cargo haben 2025 ein positives operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) erzielt.
Die Netto-Finanzschulden des DB-Konzerns sind per 31. Dezember 2025 um 11,9 Mrd. € auf rund 20,7 Mrd. € gesunken. Dies resultierte maßgeblich aus dem Mittelzufluss im Zusammenhang mit dem Verkauf von DB Schenker.
Die Brutto-Investitionen (inkl. Mittel des Bundes) sind 2025 erheblich auf rund 22 Mrd. € gestiegen. Allein rund 19 Mrd. € flossen davon in die Infrastruktur. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen des DB-Konzerns lagen mit rund 5,9 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres.
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG: „Unsere Rekordinvestitionen in die Infrastruktur sind ein großer Schritt hin zur leistungsstarken Bahn von morgen. Wenn wir dieses Investitionsniveau halten, haben wir die Chance, den Abwärtstrend bei der Pünktlichkeit zu stoppen. Nichts wird schnell gehen, aber wir bauen konsequent an einem zuverlässigen Schienennetz für die gesamte Branche: 2026 wird ein Superbaujahr.“
2026 sei „das Jahr des Umbaus und des Aufbruchs“, so die DB-Chefin weiter: „Der Konzernumbau ist kein Selbstzweck. Wir bauen die DB um, um schneller und kundenorientierter zu handeln. Wir reduzieren intern konsequent unsere Bürokratie. Weniger Bürokratie ist ein Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Entscheidungen fallen künftig dort, wo Eisenbahn gefahren wird. Wo Kolleginnen und Kollegen für jeden pünktlichen Zug kämpfen. Nicht übermorgen, sondern bereits heute haben wir an jedem neuen Tag die Chance, besser zu werden.“
Die Transportbereiche des DB-Konzerns haben 2025 ihr bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) im Vergleich zum Vorjahr teilweise spürbar verbessert:
- DB Fernverkehr hat 2025 den Einstieg in die Sanierung geschafft. Das bereinigten EBIT ist mit 45 Mio. € (im Vorjahr: −96 Mio. €) zurück in den schwarzen Zahlen. Umsatz, Verkehrsleistung und die Zahl der Reisenden sind moderat gestiegen.
- DB Regio hat sein operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) auf insgesamt 191 Mio. € gesteigert. Auch DB Regio Straße hat seit acht Jahren zum ersten Mal wieder einen operativen Gewinn erzielt.
- DB Cargo verzeichnete 2025 teilweise deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) verbesserte sich hingegen auch infolge durchgeführter Sanierungsmaßnahmen um 350 Mio. € auf −7 Mio. €. DB Cargo muss auch 2026 seinen Sanierungsplan mit sehr harten Einschnitten konsequent weiter umsetzen.
Die Zahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr des DB-Konzerns stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf 1.930 Millionen Reisende. Die Verkehrsleistung wuchs um 2,7 % auf 86.964 Millionen Personenkilometer.
DB InfraGO verzeichnete mit 10 Mio. € ein leicht positives operatives Ergebnis (EBIT bereinigt; im Vorjahr: 267 Mio. €). Unter anderem führten höhere Personalaufwendungen und investitionsbedingt gestiegene Abschreibungen zu zusätzlichen Belastungen. Die Betriebsleistung blieb 2025 mit 1,1 Milliarden Trassenkilometer auf Vorjahresniveau.
Insbesondere die hohe Zahl der Baustellen unter anderem infolge der hohen Investitionen in die Schieneninfrastruktur haben 2025 die Pünktlichkeit weiterhin belastet. 60,1 % der Züge von DB Fernverkehr waren 2025 pünktlich (im Vorjahr: 62,5 %). Auch 2026 wird die Pünktlichkeit infolge der Belastungen durch die hohe Bautätigkeit unter Druck bleiben. Das Schienennetz wieder in Ordnung zu bringen, wird voraussichtlich noch zehn Jahre dauern. Damit Reisende schnell Verbesserungen spüren, hat der DB-Konzern Anfang 2026 drei Sofortprogramme im Umfang von zusätzlich 140 Mio. € gestartet: für mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen, mehr Komfort im Fernverkehr und bessere Kundeninformation.
Der DB-Konzern erwartet 2026 schrittweise weitere Verbesserungen. Der Umsatz soll auf ungefähr 28 Mrd. € steigen, das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) auf etwa 0,6 Mrd. €.
Unterlagen zur Bilanzpressekonferenz 2026