Bilanzpressekonferenz 2013

Umsatz, Gewinn und Investitionen im Jahr 2012 erneut gestiegen • Verschuldung gesunken • Mit 11.000 Neueinstellungen allein in Deutschland so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr • DB-Chef Grube: „Mit unserer Strategie DB2020 auf dem richtigen Weg“

 

(Berlin,  21. März 2013)  Bahnfahren wird in Deutschland immer beliebter. Mit einem Zuwachs von 49 Millionen Reisenden konnte die Deutsche Bahn im Jahr 2012 einen neuen Rekord bei der Zahl der Fahrgäste im heimischen Schienenpersonenverkehr aufstellen. Im Jahresverlauf beförderte die DB in ihren Zügen insgesamt 1,97 Milliarden Fahrgäste (ohne Arriva). Dies ist umso bemerkenswerter, als dass im gleichen Zeitraum die Anzahl der innerdeutschen Flugreisenden um 3,8 Prozent und die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um 2,9 Prozent zurückgegangen sind. Der Gewinner ist dagegen das Verkehrsmittel Schiene mit einem Wachstum von 4 Prozent.

Auch ihren Umsatz und ihren Gewinn konnte die DB im Geschäftsjahr 2012 erneut steigern. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Milliarden Euro (+3,7 Prozent) auf 39,3 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) erhöhte sich im Jahr 2012 um 399 Millionen Euro (+17,3 Prozent) auf 2,7 Milliarden Euro. Einen Anstieg von 35,7 Prozent oder 918 Euro Millionen gab es bei den Netto-Investitionen, die auf 3,5 Milliarden Euro kletterten. Die Netto-Finanzschulden konnten um 226 Millionen Euro (-1,4 Prozent) auf 16,4 Milliarden Euro gesenkt werden.

Insgesamt stellte die DB im vergangenen Jahr allein in Deutschland rund 11.000 neue Mitarbeiter ein. Das war die höchste Zahl von Neueinstellungen seit zehn Jahren.

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube sagte bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2012 in Berlin: „Mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr Investitionen und vor allem ein neuer Fahrgastrekord in unseren Zügen: All diese Zahlen zeigen, dass wir mit unserer neuen Strategie DB2020 auf einem richtigen und erfolgreichen Weg sind.“

Finanzvorstand Dr. Richard Lutz: „All unsere Geschäftsfelder sind in den schwarzen Zahlen. Bei DB Schenker Rail Deutschland ist die Trendwende geschafft - trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes. Auch wenn 2013 einige Unsicherheiten bleiben, so sind wir für das laufende Jahr verhalten optimistisch.“

Mehr Verkehrsleistung im Personenverkehr

Der Schienenpersonenverkehr vermeldet nicht nur mehr Fahrgäste, sondern auch einen Anstieg bei der Verkehrsleistung, die sich im Jahr 2012 um 4 Prozent oder 3,1 Milliarden Personenkilometer (Pkm) auf 82,4 Milliarden Pkm (ohne Arriva) erhöhte. Erneut rückläufig war die Zahl der Fahrgäste im Busverkehr in Deutschland. Aufgrund zurückgehender Schülerzahlen ging die Zahl der Fahrgäste um 4,1 Prozent auf 725,4 Millionen zurück.

Ein uneinheitliches Bild bei Transport und Logistik

Die Schienengüterverkehrssparte der DB musste sich im vergangenen Jahr erheblichen Herausforderungen, auch struktureller Natur, stellen. Als Folge der schwachen Konjunktur sank die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr um 5,4 Prozent auf 105,9 Milliarden Tonnenkilometer. Uneinheitlich war die Entwicklung bei DB Schenker Logistics. So war das Sendungsvolumen im europäischen Landverkehr fast konstant: die Zahl der Sendungen ging im Jahresverlauf geringfügig um 0,5 Prozent zurück. Beim Luftfrachtvolumen gab es einen Rückgang um 4,7 Prozent. Dagegen vermeldet die Seefracht einen Anstieg des Volumens um 8,1 Prozent. Mit einem Umsatz-Plus von 17,7 Prozent konnte die Kontraktlogistik ihre dynamische Entwicklung fortsetzen.

Infrastruktur: Trassenkilometer und Stationshalte weitgehend stabil

Die Trassennachfrage nahm im vergangenen Jahr ebenfalls konjunkturbedingt um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,0 Milliarden Trassenkilometer ab, eine leichte Abschwächung nach dem Allzeithoch im Vorjahr. Die konzernexternen Bahnen konnten ihren Anteil weiter steigern. Sie verbesserten sich um 4,9 Prozent und erreichen inzwischen 22,2 Prozent Gesamtnachfrage. Ein Plus gab es bei der Zahl der Stationshalte, die 2012 um 0,8 Prozent zunahmen.

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